Vierzehn Teams, zwei Tage, eine Aufgabe: Während des ersten Hackathons des AI for Media Network standen die Teilnehmer vor der Herausforderung, ihre innovativen KI-Ideen für den Journalismus schnell in praktische Anwendungen umzusetzen. Ein Team ging letztlich als Sieger hervor, indem es die Tiefe von Geschichten mit Hilfe von großen Sprachmodellen verbesserte.
Vom 15. bis 17. Juli in der Münchner Niederlassung von Microsoft abgehalten, konzentrierte sich der Hackathon auf „Generative KI und automatisierte Workflows in der Medienproduktion“. Organisiert von BR, Public Value Technologies — der digitalen Tochtergesellschaft von BR und SWR — und Microsoft, war das Ziel, KI-gesteuerte Anwendungen zu entwickeln, um die Effizienz im Mediensektor zu steigern.
Insgesamt bildeten 69 Personen 14 interdisziplinäre Teams, die aus Entwicklern, Datenanalysten, Content-Erstellern, Projektmanagern und UX-Designern bestanden.
Hackathon-Format und Ressourcen
Über zwei Tage hinweg entwickelten die Teilnehmer ihre Prototypen und nutzten dabei die KI-Dienste von Microsoft, wie Transkriptionswerkzeuge, Text- und Bildgeneratoren. Am dritten Tag hatte jedes Team fünf Minuten Zeit, um ihre Ergebnisse zu präsentieren und sowohl das Publikum als auch eine neunköpfige Jury zu überzeugen, bestehend aus:
- Lilian Dammann, Direktorin für Analytics & Datenplattformen, pub.
- Hans Hoffmann, Leiter der Mediengrundlagen und Produktionstechnologie, Europäische Rundfunkunion
- Carmen Heger, Direktorin für Daten & KI, Süddeutsche Zeitung Digital Media
- Jan Ippen, Geschäftsführer, Ippen Digital
- Gert Kauntz, Geschäftsführer, pub.
- Uli Köppen, Chief AI Officer, Bayerischer Rundfunk
- Axel Kress, Azure Core Sales Lead Telco, Media & Professional Services – SAPonAzure Sales Lead, Microsoft Deutschland GmbH
- Patrick Markowski, Leiter der Redaktionstechnik & Betrieb, BILD
- Christian Nitsche, Chefredakteur, Bayerischer Rundfunk
Sieger: Team „Accio“
Die Jury bewertete die Teams anhand der Relevanz des Inhalts, der technischen Komplexität, der Benutzererfahrung und der Produktreife. Das Team „Accio“ gewann, indem es eine Anwendung entwickelte, die Nachrichten mit relevanten Archivinformationen bereichert. Benannt nach einem Zauber aus der Harry-Potter-Serie, welcher Dinge „heranzieht“, ergänzt „Accio“ Nachrichtenberichte mit Hintergrundinformationen, indem es automatisch Fragen generiert und beantwortet, basierend auf Daten aus Archiven. Dies ermöglicht die schnelle Erstellung umfassender Artikel aus einfachen Nachrichtenberichten.







Zweiter Platz für „Study Buddy“
Der zweite Platz ging an ein ARD-Team, das „Study Buddy“ entwickelt hat, eine Anwendung, die ARD-Bildungsinhalte mithilfe von KI zugänglich macht. Sie bietet Szenarien zur Vorbereitung von Präsentationen und Prüfungen. Das drittplatzierte Team, „Verifuchs“ vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, hat ein Verifizierungstool entwickelt, um die Vertrauenswürdigkeit von Texten mit einem einfachen Ampelsystem zu bewerten.
Zukünftige Schritte
Der nächste Schritt besteht darin, zu entscheiden, welche Projekte weiterentwickelt werden sollen. Interessierte können sich für weitere Informationen unter aiformedia@br.de melden. Wenn Sie den Hackathon aus der Sicht eines Teilnehmers erleben möchten, schauen Sie sich unser Rückblickvideo an.
Über das AI for Media Netzwerk
Das AI for Media Network ist eine Initiative des Bayerischem Rundfunk und Ippen Digital, die als praktische, interdisziplinäre Plattform konzipiert ist, auf der Mitglieder KI-Lösungen für redaktionelle Anwendungsfälle präsentieren und entwickeln können. Es verbindet öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, Medienhäuser, Industrie und Wissenschaft, was durch diesen Hackathon zu generativer KI in den Medien veranschaulicht wird.
ⓘ Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Manager des AI for Media Networks, Bernd Oswald, unter aiformedia@br.de oder besuchen Sie die AI for Media Homepage.