Das Festival der Zukunft ist eine der spannendsten Tech-Konferenzen Deutschlands. In diesem Jahr ist das AI for Media Network erstmals als Programmpartner dabei – mit zwei Panels zur Rolle der Medien im KI-Zeitalter: Wie bleibt Journalismus sichtbar, und wie verändern sich seine Geschäftsmodelle?

Zum fünften Mal findet vom 2. bis 5. Juli 2026 das Festival der Zukunft auf der Münchner Museumsinsel statt. Veranstalter sind das Deutsche Museum und 1E9, ein Zukunftsmagazin und Innovationsnetzwerk, das Menschen aus Technologie, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Politik zusammenbringt. Das Festival hat sich binnen weniger Jahre zu einer angesehenen Konferenz entwickelt, auf der Technologien und ihre Folgen für Gesellschaft und Demokratie zukunftsgewandt diskutiert werden. In diesem Jahr geht es um die Medizin der Zukunft, Deep-Tech-Start-ups, die Zukunft des Geldes, Mobilität, die Zukunft der Musik, Science & Arts, „Munich Beyond“ sowie um Künstliche Intelligenz und Robotik.
An dieser Stelle kommt das AI for Media Network ins Spiel: Wir sind 2026 erstmals Programmpartner des Festivals. Als solcher kuratieren wir zwei Panels, die beide am 2. Juli stattfinden.
Wie kann Journalismus in einer KI-vermittelten Informationswelt zur Meinungsbildung beitragen?
Von 14 Uhr – 14.50 Uhr geht es um die Frage „Antworten ohne Absender: Was bleibt vom Journalismus, wenn KI antwortet?“Erst haben Social-Media-Feeds gefiltert, was in unserer Öffentlichkeit vorkommt, jetzt werden KI-Tools zum Betriebssystem der öffentlichen Meinung: Sie liefern direkte Antworten – oft ohne sichtbare Quellen. In dieser Session diskutieren wir, wie sich öffentliche Meinung in dieser KI-vermittelten Informationswelt formt, welche Rolle Journalismus dabei noch spielt und was sich ändern muss, damit Menschen weiterhin nachvollziehen können, woher ihre Informationen stammen. Auf dem Podium sitzen Expertinnen und Experten, die das Thema aus technologischer, journalistischer und wissenschaftlicher Perspektive beleuchten:
- Uli Köppen, Chief AI Officer des Bayerischen Rundfunks
- Professor Klaus Meier, Inhaber des Lehrstuhls für Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Transformation an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
- Monika Pilath, stellvertretende Chefredakteurin und Nachrichtenchefin der ZEIT
- Alexander von Streit, Gründer und Herausgeber von Krautreporter
Moderiert wird das Panel von Wolfgang Kerler, Gründer und Chefredakteur von 1E9.
Wie kann man mit Journalismus im KI-Zeitalter noch Geld verdienen?
Von 16.30 Uhr bis 18.30 lautet das Motto dann: „Zero Click, Zero Cash? Geschäftsmodelle für Journalismus im KI-Zeitalter“. Immer seltener landen Menschen auf Medienwebsites – ihre Fragen beantworten heute Chatbots und KI-Suchmaschinen direkt. Der Klick auf journalistische Angebote bleibt aus, die Markenbindung bröckelt. Gleichzeitig kostet es richtig Geld, die Inhalte zu produzieren, von denen KI-Tools leben. In dieser Session diskutieren wir, wie sich Geschäftsmodelle im Journalismus im KI-Zeitalter weiterentwickeln müssen – und wie Medienhäuser nicht nur Nutzer:innen, sondern auch KI-Agenten zur Kasse bitten können. Geplant sind drei Inputs zu unterschiedlichen Geschäftsmodellen; die finalen Speaker:innen stehen noch nicht fest. Daran schließt sich eine Fishbowl-Diskussion an, moderiert von Bernd Oswald, dem Manager des AI for Media Network. Ein Stuhl in der Runde ist für das Publikum reserviert – hier können alle Platz nehmen, die ihre Perspektive in die Diskussion einbringen wollen.
Diese beiden Diskussionsveranstaltungen finden auf Deutsch statt. Im weiteren Festival-Programm gibt es auch englischsprachige Panels. Zu den bereits bestätigten Speaker:innen gehören Claudia Eckert, Präsidentin von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Björn Ommer, Head der Computervision & Learning Group an der LMU München, Gregor Schmalzried, Techjournalist und Host des KI-Podcasts, und Janis Brühl, Team Lead Tech & Money bei der Süddeutschen Zeitung.
Die Konferenz findet am 2. und 3. Juli im Forum der Zukunft, Museumsinsel 1, 80538 München statt. Tickets ab 59 Euro gibt es hier. Am 4. und 5. Juli folgen die Familientage, hier ist der Eintritt frei.